| Ortsumgehung Flöha - Der Planfeststellungsbeschluss liegt aus | ||||
| Unser Kommentar vom 11.Februar 2008 | ||||
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Nun ist es also soweit - alle Bemühungen im Vorfeld, den Bau der Ortsumgehung Flöha durch die sensibelste und wertvollste Stelle der Flöhaaue zu verhindern, sind vorerst gescheitert. Die ursprüngliche Planung wurde - trotz oder vielleicht auch gerade im Wissen um ihre Fehler, Einwände und ihres ökologischen Risikos - durch die DEGES beibehalten. Mit einer 273 m langen Brücke soll in Zukunft der letzte frei fließende Flussabschnitt der Flöha verlärmt, mit Betonpfeilern die Flussarme betoniert werden und die Landschaft durchschnitten. Es ist nicht nur ein Landschaftsbild, was ruiniert wird (denn das sind menschliche Maßstäbe, welche sich ändern können), es ist vielmehr die Zähmung eines letzten Restes Wildnisses, welches sich nach dem Hochwasser 2002 eingestellt und nun reguliert und beseitigen werden soll. Wie immer wird der Eingriff klein geredet. Nur wenige Quadratmeter Brückenpfeiler in einer der letzten naturnahen Flußauen- was soll das schon bedeuten? |
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Wer die deutschen Wasserplaner- und -bauer kennt, weiß, was das zu bedeuten hat. Jeder einzelne Pfeiler muss dauerhaft gegen die Tücken des nassen Elementes gesichert werden - mit Widerlagern und Mauern. Möglichst doppelt abgesichert. Unter der Brücke eine Zufahrtsmöglichkeit zu den Pfeilern, für Inspektionen und Reparaturen. Adé frei fließender Fluß, adé Schotterfluren und Flutrinnen, Schluss mit Mäandrierung und Ausbildung neuer Flussarme.
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Aber wir lassen uns das nicht bieten. Wir werden nicht hinnehmen, dass eine Brückenalternative, die die Beeinträchtigungen des FFH-Gebietes wenn schon nicht ausschließt, aber wenigstens verringert (so wie es der Gesetzgeber auch verlangt), aus minimalen Kostengründen und technischen Ausflüchten in den Wind geschlagen wird, weil die Planung von Anfang an eine politische Vorgabe war und ihre Auftraggeber ihr Gesicht nicht verlieren wollten. Wir werden die Verantwortlichen für diesen Planungswahnsinn, die aktiv Handelnden, die Wegschauer und Opportunisten in den Amtsstuben, Parteizentralen und Planungsbüros für die Nachwelt zu sichern wissen. Vor ihrem Gewissen können wir sie nicht schützen ... |
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