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Und hier die Reaktion der Naturschutzverbände BUND Landesverband Sachsen e.V., Grüne Liga Sachsen e.V. und Naturschutzverband Sachsen (NaSa) e.V. in Form eines offenen Briefes: |
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BUND LV Sachsen Grüne Liga Sachsen e.V. NaSa e.V. Henriettenstraße
5
Schützengasse 16/18
Gahlenzer Str. 2 09112
Chemnitz
01067 Dresden
09569
Oederan
Landratsamt
Mittelsachsen
z.Hd. Herrn Uhlig
p e r s ö n l i c h
per Fax 03731
799-3250 11.09.2009 O
f f e n e r B r i e f Ihre
Ausführungen in der FP v. 11.09.2009 (Brücke bügelt stauanfällige
Delle aus) Sehr
geehrter Herr Uhlig, mit
großem Erstaunen haben wir Ihre Wertschätzung für die Belange des
Naturschutzes zur Kenntnis genommen. Ganz offensichtlich ist bei Ihnen
der besondere Stellenwert des Naturschutzes für die Gesellschaft noch
nicht angekommen. Dies belegt nicht zuletzt auch die unter Ihrer
Verantwortung realisierte behördliche Vertuschung bzw. Verschleppung
der Klärung der Vorgänge um das FND Hasenborn. Ihre
nunmehr verkündete Meinung zu Stellungnahmen insbesondere des privat
engagierten Naturschutzes im Rahmen der Diskussion um die
Ortsumgehungsstraße Freiberg ist sicherlich aufschlussreich,
letztendlich aber nicht sachdienlich. Die
Entscheidung zur Ortsumgehungsstraße Freiberg wird in einem öffentlich
geführten Planfeststellungsverfahren getroffen. Bereits deshalb ist
Ihre populistische und nicht sachkundige Meinungsäußerung
unangebracht. Als Behördenleiter des LRA Mittelsachsen wäre unserer
Meinung nach etwas mehr Zurückhaltung geboten (zumindest zur Wahrung
des demokratischen Scheins). Andererseits war natürlich Ihre Entäußerung
auch aufschlussreich und für die Öffentlichkeit zumindest in dem Sinne
erhellend, dass das laufende Planfeststellungsverfahren wohl doch nicht
so ergebnisoffen und objektiv geführt wird wie gesetzlich
vorgeschrieben. Die
Bedeutung des Naturschutzes ist allgemein anerkannt und nicht zuletzt
deshalb auch gesetzlich manifestiert. Wenn Sie dies nicht verstehen
wollen, ist dass unter demokratischen Gesichtspunkten sicherlich zu
respektieren. Allerdings haben Sie als Landrat eine gewisse
Vorbildfunktion zu erfüllen. Als Bürgermeister der Gemeinde
Lichtenberg haben Sie bis 1989 als Mitglied der SED offensichtlich auch
mit gewisser Inbrunst den Standpunkt dieser Partei vertreten. Nach der
Wende aus der SED ausgetreten, führten Sie das Bürgermeisteramt als
Parteiloser aus. Als die Allianz unabhängiger Wähler einen
Spitzenkandidaten für das Amt des Landrates von Freiberg suchte,
standen Sie zur Verfügung. Nachdem die Wiederwahlchancen als
AUW-Mitglied im Großkreis Mittelsachsen gering waren, haben Sie dem
Werben der CDU nicht standhalten können und wurden deren Mitglied.
Dies ist alles nicht zu beanstanden, wenn die Mehrheit der Wähler
hinter Ihnen steht. Allerdings wird aus diesem Verhalten eines
deutlich-Sie rennen immer den Ereignissen hinterher und sind nicht auf
der Höhe der Zeit. In
diesem Sinne sollten Sie Ihren Standpunkt zum Naturschutz noch einmal überdenken.
Vielleicht hilft Ihnen dabei
folgendes Zitat aus dem Regierungsprogramm 2009 – 2014 der Sächsischen
Union: „Der aus
christlicher Verantwortung abgeleitete Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung
bestärkt uns in unserem Ziel, die Natur als Grundlage unserer Existenz,
unseres Wohlbefindens und unserer Kultur zu erhalten.“ Mit
freundlichen Grüßen gez.
W. Riether
gez. J. Urban
gez. T. Mehnert Geschäftsführer
Geschäftsführer
Vorsitzender BUND Sachsen e.V. Grüne Liga Sachsen e.V. NaSa e.V. |
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