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Nicht immer ist grün grün Unter
diesem Motte demonstrierten rund 30 Mitglieder des BUND LV Sachsen e.V.,
der Grünen Liga Sachsen e.V. , des Naturschutzverband Sachsen (NaSa)
e.V. und der BI gegen Gewässerverbauung
aus Anlass des 3. Klimakongresses von Bündnis 90/Die Grünen
Sachsen gegen die Wasserkraftpolitik der Grünen vor deren Dresdner
Tagungsgebäude. Bilder von der Demonstration vor dem 3. Klimakongress am 5.12.2009 in Dresden |
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Für
Bündnis 90/die Grünen Sachsen ist der Strom aus den Wasserkraftanlagen
der sächsischen Mittelgebirgsflüsse fester Bestandteil ihres Programms
der erneuerbaren Energien. Deshalb werben sie auch mit dem ökonomisch
unbedeutenden Strombeitrag von 1,5%, den die kleine Wasserkraft in
Sachsen leistet, für die Grüne Ausbaustudie
2020 (siehe auch unsere Ausführungen hier). Für diesen
vergleichsweise geringen Beitrag nehmen die Grünen in Kauf, dass
ausnahmslos alle sächsischen Mittelgebirgsflüsse durch Wehre angestaut
und zu Turbinen ausgeleitet werden. Derzeit
laufen in Sachsen 314 Wasserkraftanlagen – unterstellt man, dass jede
dieser Anlagen den betroffenen Fluss durchschnittlich auf 200 m anstaut
und 500 m zur Turbine ausleitet, ergibt dies eine beeinträchtigte
Gesamtlänge von fast 220 km. Der sächsische Lauf der Elbe ist im
Vergleich dazu ca. 180 km lang. Es
ist einer Partei, die sich auch und insbesondere den Naturschutz auf die
Fahne geschrieben hat, unwürdig, ökologisch und ökonomisch unsinnige
Gewässervernutzungsprojekte zu unterstützen. Alle
Bekundungen von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen zum Erhalt naturnaher
Fließgewässer bleiben solange
substanzlose Lippenbekenntnisse, wie diese Partei den Strom aus kleiner
Wasserkraft als Bestandteil ihres Klimaprogramms propagiert. |
Johannes Lichdi, Rechtspolitischer, Klima- und Energiepolitischer und Naturschutzpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion in Sachsen: Ob er schon darüber nachdenkt, wie seine Partei ihre Glaubwürdigkeit wieder herstellen kann ? Foto: Naturschutzverband Sachsen e.V., 5.12.09 |