01.12.2010Wir unterstützen die Petition des Aktionsbündnisses für den Fließgewässerschutz, gerichtet an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, für das Verbot des Baus und der Reaktivierung kleiner Wasserkraftanlagen und für die tierschutzgerechte Nachrüstung bestehender Anlagen.Der Naturschutzverband Sachsen e.V. unterstützt die Petition vollinhaltlich. Wir sehen uns bestätigt in den Ergebnissen einer von uns veranlassten Untersuchung, welche bereits im Jahr 2000 den Nachweis brachte, dass die kleine Wasserkraft nicht ökologisch ist, sondern im Gegenteil schwere ökologische Schäden an unseren Mittelgebirgsflüssen hinterlässt.Hinweis: Sobald die Petition registriert und mit einer Petitionsnummer versehen ist, wird dies auch auf unserer Seite bekannt gegeben, um eine breite Beteiligung und Mitzeichnung zu erreichen. [ weiterlesen ... ]29.10.2010"Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen"...Eine laute Minderheit ignoriert den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts zum Baustopp für die Ortsumgehung Freiberg (hier) - das erste Baggerloch füllen BUND und NaSa mit Inhalt aus. [ weiterlesen ... ]06.10.2010Offener Brief an die SPD-Stadtratsfraktion und den SPD-Ortsverein Freiberg zur geplanten Ortsumgehung FreibergDie SPD von Freiberg glaubte Widersprüche entdeckt zu haben hier und der Naturschutzverband konnte helfend aufklären ... [ weiterlesen ... ]30.09.2010Presseerklärung der Grünen Liga Sachsen e.V.: Forderung nach nachhaltigem und langfristig bezahlbarem HochwasserschutzUnter Bezug auf die Hochwasserereignisse diesen Jahres fordert die GRÜNE LIGA Sachsen den Freistaat zur Abkehr vom einseitig technischen Hochwasserschutz auf. [ weiterlesen ... ]22.09.2010Ortsumgehung Freiberg: Eilantrag des BUND Landesverbandes Sachsen e.V. gegen den Bau der Ortsumgehung Freiberg im Zuge der B 101 und B 173 erfolgreichDas Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat dem Eilantrag des BUND Landesverbandes Sachsen e.V. gegen den Bau der Ortsumgehung Freiberg im Zuge der Bundesstraßen B 101 und B 173 stattgegeben. Damit darf ungeachtet des Ausgangs noch anhängiger Eilverfahren weiterer Kläger nicht mit Arbeiten zur Vollziehung des angegriffenen Planfeststellungsbeschlusses begonnen werden. [weiterlesen ... ]Zur Vorgeschichte der Klage und zum Tenor des Beschlusses [ weiterlesen ... ]06.07.2010Envia-Wasserkraftanlage Borstendorf: Um den Fischen eine Treppe zu bauen, wurde am 02.07.2010 der Fluss trockengelegt und die Fische dem Tod überlassen ... erste Fotos - hier- und hier das erste Ergebnis unseres sofortigen Einsatzes gegen die illegale Flusstrockenlegung.Der Vorgang fand auch ein erstes Presseecho in der Freien Presse.Leider wurde in der Presse die eigentliche Problematik nur randlich angeschnitten. Es ging weniger um eine Gefährdung von Speisefischen und auch nicht um den Nahrungsbedarf von Komoranen (diese kommen übrigens kaum bzw. gar nicht an die unter Steinen bzw. im Sedimenten versteckten Westgroppen, Schmerlen und Bachneunaugen heran). Die Flöha ist im geschädigten Bereich der Forellenregion zuzuordnen. Entsprechend sind die Charakterarten hier Bachforelle, Westgroppe, Schmerle, Elritze und das Bachneunauge. U.a. wegen dieser Fischartenausstattung ist die Flöha als Flora-Fauna-Habitat (FFH) -Gebiet ausgewiesen. Hechte, Barsche, Aale und Döbel sind in Topf und Pfanne sicherlich schmackhaft. Gleichwohl sind deren Lebensraumansprüche nicht auf die Flöha beschränkt. Diese Arten sind deshalb auch nicht repräsentativ bei der Bewertung der illegalen Trockenlegung des FFH-Gebiets an der Wasserkraftanlage der Envia in Borstendorf.19.06.2010Ortsumgehung Freiberg liegt auf EisDie Pläne für die Ortsumgehungsstraße Freiberg liegen derzeit auf Eis. [weiterlesen ...]Gegen den Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung Freiberg hat der BUND Landesverband Sachsen e.V. am 23.4.2010 Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Zum Hintergrund [ weiterlesen ... ]14.04.2010Kurz gefasst - ein Portrait vom Vereinsvorsitzenden Tobias Mehnert in der Freien Presse, Seite Mittelsachsen [ weiterlesen ... ]14.04.2010Naturdenkmal rundweg gesteinigt" Die Naturschutzbehörde im Landratsamt Mittelsachsen gibt dem Klischee von behäbig-faulen Beamten neue Nahrung... wir haben die Geschichtenoch etwas aufgearbeitet [ weiterlesen ... ]15.03.2010"Eines Präsidenten unwürdig"Nachdem der Präsident der Landesdirektion Chemnitz Karl Noltze die Kritik des Naturschutzverbandes Sachsen e.V. am Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung Freiberg als "einen falsch verstandenen und ideologisch verbrämten Naturschutz" öffentlich zurückgewiesen hat (hier), hat derNaSa in der Presse mit einem offenen Brief reagiert. [ weiterlesen ... ]02.03.2010Anhörung zur Wasserrahmenrichtlinie in Sachsen - Gewässerschutz "light", Überforderung und Abwieglung der staatlichen StellenZur bereits im Sommer 2009 erfolgten Anhörung zur WRRL gibt es jetzt die Antwort der staatlichen Stelle zu den Einwendungen unseres Verbandes. Motto: "Warum handeln, alles ist gut!" [ weiterlesen ... ]02.03.2010Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus ... geplantes Hochwasserrückhaltebecken OberbobritzschErster Angriff auf die Vereinsfläche im Bobritzschtal abgewehrt. [ weiterlesen ... ]Und sofort haben sich "Unterstützer" gemeldet. [ weiterlesen ... ]Hier die Antwort in der Freien Presse vom 2.3.2010. [ weiterlesen ... ]25.02.2010Der Osten leert sich schneller - Vergreisung und Bevölkerungsschwund im Osten besonders starkLaut abgestimmter Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamtes wird es deutlich: im Jahr 2060 leben in Sachsen nur noch 2,9 Millionen Menschen. Das ist gegenüber 2008 ein Rückgang von 30 %, gegenüber 1990 (4,9 Millionen) um 40 %. Aber auch schon im Jahr 2030 gibt es 12,2 % weniger Sachsen als 2008. [ weiterlesen ... ]Wir fragen: Sind große Infrastrukturinvestitionen vor diesem Hintergrund überhaupt noch begründbar?09.02.2010Der Schutzstatus eines FNDs lässt sich nicht so schnell verändern wie die Parteizugehörigkeit...Wie im Landkreis Mittelsachsen ein Flächennaturdenkmal (FND) verschwinden soll .... [ weiterlesen ... ]18.01.2010Presseerklärung des BUND Landesverband Sachsen e.V.: Baustopp für die Ortsumgehung FlöhaWeitersagen: Die Finanzminister des Bundes und Sachsens suchen Geld - hier gibt es 10 Millionen € zu holen! [ weiterlesen ... ][ Archiv 2009 ] [ Archiv 2008 - 2005 ]
In der Freien Presse Ausgabe Freiberg vom 23.03.2010 wurde der offene Brief des BUND Landesverbandes Sachsen e.V. vom 19.03.2010 an das Landratsamt Mittelsachsen über das "Verschwinden" eines weiteren Flächennaturdenkmals im Landkreis Mittelsachsen, dem FND "Paul´s Teich" thematisiert - hier der sehr lesenswerte Artikel von Steffen Jankowski.Der Naturschutzverband Sachsen e.V. hat sich die Mühe gemacht, das "Verschwinden" und die "Steinigung" des FND Pauls´s Teich etwas zu recherchieren...Und hier ist die Geschichte von Pauls Teich:In der ausgeräumten Feldflur nördlich von Kleinschirma (Landkreis Mittelsachsen) gab es noch in die späten 90er Jahre hinein eine Grünlandsenke mitfeuchten Hochstauden, Feldgehölzen, Lesesteinriegel und einem kleinen Teich - das FND "Paul´s Teich" mit einer Größe von ca. 5000 m²(Verordnungstext) vom 06.09.1995). Zahlreiche Verbote der Verordnung bestimmen, dass und wie das Schutzgebiet in der Agrarlandschaft in seinemursprünglichen Zustand als Rückzugsort für Tiere und Pflanzen zu bewahren ist. Die Bedeutung solcher Landschaftselemente für den Umwelt- und Naturschutz in der Agrarlandschaft wurde auch in der europäischen Agrarpolitik erkannt.Seit dem Jahr 2003 sind Landschaftselemente wie Hecken, Feldgehölze und Feuchtgebiete gemäß der Cross-Compliance-Regelungen der EU(Verordnung (EG) Nr. 1782/2003) zu erhalten. Dieser Erhalt ist Voraussetzung für die Gewährung der Direktzahlungen an die Landwirte. Damit erhielt dasGebiet von Paul´s Teich einen doppelten Schutz.Die Luftbilder belegen jedoch, daß trotz Cross-Compliance-Regelungen der EU Paul´s Teich sukzessive schrumpfte - von 5000 m² im Jahr 1995 auf 2000m² im Jahr 2009.Und nicht nur das - die ungenutzte Biotopfläche um Pauls Teich wurde zu Ackerland ...... und Pauls Teich selbst verlor sein Wasser und seine Gehölze:Damit sind klare Verstöße gegen die Verbote der Schutzgebietsverordnung des FND festzustellen, vor allem gegen das Verbot von Entwässerungsmaßnahmen und die Schädigung von Gewässer und Feuchtgebiet, was als Ordnungswidrigkeit durch die zuständige untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Mittelsachsen zu ahnden ist. Weiterhin stellen die Handlungen auch Verstöße gegen die Cross-Compliance-Bestimmungen dar, insbesondere Verstöße gegen das Verbot der Beseitigung von Landschaftselementen wie Feuchtgebiete, Hecken und Feldgehölze. Bei Feststellung derartiger Verstöße besteht die Verpflichtung der Wiederherstellung und es werden die Fördermittelzahlungen des Antragstellers gekürzt - bei Vorsatz erfolgt in der Regel eine Kürzung der gesamten Zahlungen eines Betriebes um 20 %, in besonders schweren Fällen können die Zahlungen auch für mehr als ein Jahr komplett versagt werden.Seit April 2009 weiß die untere Naturschutzbehörde übrigens von den Geschehnissen um Pauls Teich ...Wir waren gespannt, ob und wie die Behörden diesen besonders schweren Fall zu vertuschen versuchen ....Nach Mitteilung des BUND Landesverbandes Sachsen e.V. hat das Landratsamt Mittelsachsen mit Schreiben vom 31.03.2010 auf den Offenen Brief geantwortet- die Antwort ist hier zu lesen.Es fällt auf, dass sich der 1. Beigeordnete noch vor Darlegung des Sachverhalts beeilt zu versichern, dass keine Anhaltspunkte für eine rechtswidrige Ausweisung des Flächennaturdenkmals erkennbar seien. Damit wird auch für einen unbedarften Leser das Denken und die Herangehensweise des Landratsamtes an seine Schutzgebiete offensichtlich. Diese Strategie sollte, wenn es nach der unteren Naturschutzbehörde ginge, auch dem FND "Hasenborn" zum Verhängnis werden. Erst das Flächennaturdenkmal ökologisch entwerten lassen und im Nachgang seine Löschung zu betreiben wegen "rechtswidriger Ausweisung".
Wie im Landkreis Mittelsachsen ein Flächennaturdenkmal (FND) verschwinden soll ....Im Jahr 1996 wurde durch das Landratsamt Freiberg im Gemeindegebiet Großschirma das Flächennaturdenkmal (FND) "Hasenborn" ausgewiesen (siehe Verordnung). Es bestand aus einem kleinen, naturnahen Stillgewässer mit umgebenden Feuchtwiesen und Magerrasen und sollte u.a. als ungestörtes Fortpflanzungsgebiet für verschiedene gefährdete Amphibienarten dauerhaft erhalten werden. Verboten wurden daher die Änderung der Grundstücksnutzung und z.B. das Beseitigen von Uferbewuchs, Feuchtgebietsvegetation und Gehölzen. Hier einige Fotos aus dem Jahr 1994:
Der Zustand sollte jedoch keine 14 Jahre halten. Im Mai des Jahres 2008 wurden von unserem Verein und weiteren ehrenamtlichen Naturschützern Wegausbaumaßnahmen, Abgrabungen und Verfüllungen am FND festgestellt und beim Landratsamt Freiberge zur Anzeige gebracht.Nachdem sich 6 Monate nichts bewegte, griff im November 2008 die Presse das Thema auf. Der interessierte Leser konnte eine Freizeiteinrichtung erkennen, zu der das FND "entwickelt" worden war.
Der Teich - ein nach § 26 SächsNatSchG besonders geschütztes Biotop - wurde als Badeteich ausgebaggert, die Ufer begradigt, die Ufervegetation beseitigt und es gibt auch eine "Möblierung", bestehend aus Partytisch, mehreren Bänken und einer Einstiegsleiter.
Leider hat das mit dem ursprünglichen FND und dem besonders geschützten Biotop nach § 26 SächsNatSchG nichts mehr zu tun.Mit Schreiben vom 26.11.2008 forderten wir deshalb Herrn Landrat Uhlig (gegenwärtig CDU, vormals ALLIANZ unabhängiger Wähler, vormals parteilos, vormals SED) persönlich auf, den ursprünglichen Zustand des FND wieder herstellen zu lassen und ein dienstaufsichtliche Prüfung der damit befassten Mitarbeiter zu veranlassen.Erst am 25.3.2009, also ganze 4 Monate später und nach einer weiteren schriftlichen Nachfrage hatte Herr Landrat Uhlig (gegenwärtig CDU, vormals ALLIANZ unabhängiger Wähler, vormals parteilos, vormals SED) eine Antwort für uns. Demnach hätte der Pächter der Fläche bereits 2007 die Umgestaltung des FND vorgenommen. Anstatt diese der FND-Verordnung widersprechenden Maßnahmen zu unterbinden und den Rückbau zu fordern, wurden jedoch durch die Untere Naturschutzbehörde mit dem Bürgermeister Großschirma und dem Pächter - einem mittelständischen Baunternehmer - "Gespräche geführt" und eine "Ausgleichsmaßnahme" angeordnet.Die "Ausgleichsmaßnahme" bestand darin, dass in die ehemalige Feuchtwiese unterhalb des nun als Schwimmbecken ausgeformten Teiches ein neues Stillgewässer hineingebaut wurde (siehe rechtes Foto oben). Geländegestaltungen, Möblierung und Teichausbau konnten bleiben.Jedoch hält das "Stillgewässer " das Wasser nicht und fällt die meiste Zeit des Jahres trocken....Zitat aus dem Schreiben von Herrn Landrats Uhlig (gegenwärtig CDU, vormals ALLIANZ unabhängiger Wähler, vormals parteilos, vormals SED):"Soweit Sie mich auffordern alles zu tun, dass das Flächennaturdenkmal Hasenborn erhalten bleibt, weise ich darauf hin, dass selbstverständlich die Verwaltung des Landratsamtes alles Erforderliche veranlasst, um entsprechend der gesetzlichen Lage schützenswerte Flächen als solche zu erhalten."Was von diesen Worten zu halten ist, zeigte sich im Oktober 2009. Da erhielten plötzlich die anerkannten Naturschutzverbände aus dem Landratsamt Mittelsachsen den Entwurf einer Rechtsverordnung, in welcher das FND Hasenborn aufgehoben werden soll. Begründet wurde das mit dem Hinweis, "dass eine Unterschutzstellung einer oder weniger willkürlich zusammengefassten Vielzahl von Biotopen (Biotopkomplex) zu einem FND nicht zulässig ist."Und weiter wird von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Mittelsachsen ausgeführt:"Bei der fachlichen Überprüfung wurde festgestellt, dass der Bachlauf ober- und unterhalb des Teiches völlig trocken gefallen ist, sowie der untere Teich kein Wasser mehr führt (das ist der Teich, den die Behörde als Ausgleichsmaßnahme gefordert hatte ! - Anmerkung von uns) und abgesehen von einigen einzelnen Rohrkolbenpflanzen keine biotoptypische Vegetation aufweist und damit die Besonderheit für ein FND grundsätzlich fehlt."In der gemeinsamen Stellungnahme von Grünen Liga Sachsen e.V., BUND Landesverband Sachsen e.V. und Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Sachsen e.V. wurde das Ansinnen abgelehnt und nochmals die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes gefordert.Auch die Landesdirektion Chemnitz wurde tätig und die Presse hakte am 21.1.2010 nach. Offenbar wurde dem Landratsamt Mittelsachsen eine Rüge erteilt. Vielleicht ist es noch nicht aufgefallen, aber der Schutzstatus eines FNDs lässt sich nicht so schnell verändern wie die Parteizugehörigkeit...Wir bleiben am Vorgang weiter dran und berichten auf unserer Seite weiter.