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Hochwasser 2005 - keine Katastrophe, aber Panik in Flöha Am Wochenende des 19./20. März stiegen die Pegel von Flöha und Zschopau, deren Zusammenfluss am Ortsausgang der Stadt Flöha liegt, aufgrund der einsetzenden Schneeschmelze im Erzgebirge so weit, dass Alarmstufe 2 ausgerufen wurde. An sich ein jahreszeitlich nicht ungewöhnlicher Vorgang. Dennoch machte sich vor allem unter den Stadträten von Flöha Panik breit. Waren es etwa Gewissensbisse ob des aufgelösten und nicht mehr für notwendig befundenen Hochwasserbeirates der Stadt Flöha ? Oder plagten sich Stadträte, die Land im Überschwemmungsgebiet besitzen, ob sie vielleicht auf manche Uferbefestigung hätten verzichten sollen? Nein, nichts dergleichen. Stadtrat Kurt Lange hatte den Verantwortlichen für etwaige Gefahren woanders entdeckt: der Naturschutzverband Freiberg ! Zitat aus der Freien Presse Flöha vom 19./20.März 2005: "Vor allem CDU-Stadtrat Kurt Lange fordert ein schnelles Eingreifen angesichts steigender Pegel. Oberbürgermeister Friedrich Schlosser (CDU) wurde beauftragt, den Eigentümer großer Auenbereiche zwischen Flöha und Falkenau, Naturschützer Tobias Mehnert, zu beauftragen, Totholz und andere natürliche Barrieren zu entfernen, damit sich das Hochwasser nicht auf das Stadtgebiet ausdehne. Auch die Landestalsperrenverwaltung soll endlich handeln, so die Abgeordneten. Dessen Chef Christian Zschammer sagte gestern auf Anfrage der "Freien Presse", dass er die Angst der Einwohner versteht. Aber von dem naturbelassenen Gebiet zwischen Flöha und Falkenau gehe keine Gefahr aus." Es ist fast nicht zu glauben. Der einzige Flächeneigentümer weit und breit, der ein Überfluten seiner Flächen durch die Flöha ausdrücklich zulässt, indem er eben keine Wiederherstellung des gebrochenen Deichdammes fordert und damit unmittelbar vor den Toren der Stadt Flöha zusätzlichen Retentionsraum von zehn Hektar schafft, wird dafür verantwortlich gemacht, die Hochwassergefahr von Flöha zu verschärfen! Es sollte hinzugefügt werden, dass insbesondere Stadtrat Lange nicht unerheblichen Familienbesitz im Überschwemmungsgebiet hat, welcher aber bisher nicht für Hochwasservorsorgemaßnahmen wie die Neubegründung von Auwald oder eine natürliche Gewässeraufweitung zur Verfügung gestellt wurde. Kommunalpolitik hat in Flöha ihre eigenen Gesetze. Der Naturschutzverband hat deshalb einen offenen Brief an Stadtrat Kurt Lange geschrieben und verteilt - siehe hier. Und hier einige Bilder des Gebietes, von welchem nach Meinung von Stadtrat Kurt Lange Gefahren für die Stadt Flöha ausgehen (Fotos vom 18.März 2005, zum Vergrößern bitte anklicken). |
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Blick auf die Aue zwischen Flöha und Falkenau mit 10 ha Eigentumsfläche des Naturschutzverbandes Sachsen e.V.. Bereits am Vormittag des 18. März (bei Einsetzen der Alarmstufe 2) entlastet das Gebiet aufgrund des offen gelassenen Dammdurchbruchs die (an der rechten Bildseite beginnende) Stadt Flöha |
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Blick auf den Dammdurchbruch zwischen Falkenau und der Stadt Flöha. Die Flöha strömt mittels eines zweiten Flussarmes in die Überflutungsfläche des Naturschutzverbandes Sachsen e.V. |
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Ebenfalls überschwemmt - Flächen unseres Verbandes innerhalb der Stadt Flöha. Dieses Bild zeigt aber noch mehr: Im Vordergrund eine hilflose "Hochwasserschutzmaßnahme", indem standortgerechte Ufergehölze (Erlen) gefällt wurden. Im Hintergrund die von der Stadt Flöha ursprünglich im Eigentum gehaltene, nach der Flut 2002 an die Treuhand-Liegenschaftsverwaltung zurückgegebene und nunmehr von dieser an einen Privateigentümer verscherbelte ehemalige Baumwollspinnerei Gückelsberg - ein echtes Hindernis im Überschwemmungsgebiet. Zitat aus der Freien Presse Flöha vom 19./20.März 2005: "Außerdem gab Zschammer (Landestalsperrenverwaltung) zu bedenken, daß der Wegriss einer störenden Mauer und des Dammes bei den sogenannten Reisbauern vom Besitzer der Baumwollspinnerei Gückelsberg nicht befürwortet wird". Weiterer Kommentar überflüssig. |