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Denkpause für erneuerbare Energien

Mit großer Sorge beobachtet der Naturschutzverband Sachsen e.V. die vielen Planungsinitiativen zur Errichtung von Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen auf bisher unverbauten Landwirtschaftsflächen.

 

So sollen z.B. in Oberschöna im Landkreis Mittelsachsen auf rund 100 ha im Außenbereich Sonnenenergie gewonnen werden und sich mindestens 4 Windkraftanlagen drehen.

Mit dem Ziel weltweit die Co2- Emissionen einzusparen und damit der Erderwärmung entgegen zu wirken, denken viele Menschen in Sachen Klimaschutz und Energiepolitik an eine Win-Win-Situation für Mensch, Tier und Natur.

Die wichtigste Ursache für den Verlust der natürlichen Artenvielfalt ist der global wachsende Verbrauch natürlicher Ressourcen. Dabei geht Boden verloren, die Ökosysteme werden zunehmend beeinträchtigt und die Lebensraumqualität gerät in Gefahr.

All dies ist auch großflächig mit der Nutzung der erneuerbaren Energien im Außenbereich ländlicher Regionen verbunden.

Mit der Zerstörung der angestammten Lebensräume der Tiere geht darüber hinaus deren Sterben an den jeweiligen Anlagen, sei es in der Luft durch Windkraftanlagen oder im Wasser durch Wasserkraftanlagen einher.

Es ist in diesem Sinne ein Irrweg, die ländlichen Freiräume mit Industrieanlagen der erneuerbaren Energien im Zeichen des Klimaschutzes zuzubauen.

Denn so zerstört man das, was man vorgibt, mit solchen Anlagen schützen zu wollen - den Lebensraum für Mensch und Natur.

Der Naturschutzverband Sachsen e.V. regt deshalb eine Denkpause bei den Planungsvorhaben der erneuerbaren Energien im Landkreis Mittelsachsen an.

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Toter Rotmilan vor einer Windkraftanlage (Foto: T. Hergott)