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Flöhaaue

zwischen Flöha und Falkenau (Landkreis Mittelsachsen, Stadt Flöha)

Im Jahr 2002 erwarb der NaSa e.V. eine etwa 12 ha große Auenfläche der Flöha zwischen den Orten Falkenau und Flöha. Die im Osterzgebirge entspringende Flöha ist ein wasserreicher Nebenfluss der Zschopau. Während des Hochwassers im Jahr 2002 durchbrach die Flöha einen Uferdeich und überflutete die Ackerfläche derart, dass ein neuer Flussarm entstand und die Fläche zur Insel wurde. Durch den Flächenerwerb und das Engagement des Vereines konnte erreicht werden, dass der Deich nicht wieder geschlossen wurde. Seitdem ist  die Auenfläche vor den Toren Flöhas, die zwischenzeitlich Teil des FFH-Gebietes „Flöhatal“ wurde, wieder an das Hochwasserregime des  Flusses angeschlossen. Regelmäßige Überflutungen prägen nunmehr das Bild der Insel. Auf  den Schotter- und Sedimentablagerungen sowie entlang des neuen Flussarmes hat sich ein  natürlicher Weidenauwald etabliert. Aufgrund ihrer weitgehenden Unzugänglichkeit hat sich das Gebiet der Flöhainsel zu einer ungestörten Wildnis entwickelt, in welcher Biber und Fischotter leben und auch der Wolf durchzieht. Der natürlich entstandene Weidenauwald ist als prioritärer Lebensraumtyp  europaweit geschützt. Die noch verbliebenen Ackerflächen wurden 2007 durch den vereinseigenen Agrarbetrieb in Umsetzung seines Renaturierungsprojektes und mit Fördermitteln der Richtlinie AuW/2007 mit einem  standortgerechten Auwald wiederbewaldet. Die größte Gefahr für den Erfolg des Vorhabens stellen aktuell Planungen der DEGES dar, durch die Aue eine Bundesstraße (Ortsumgehung Flöha) zu errichten. Die entsprechenden Planungsverfahren wurden daher vom NaSa e.V. juristisch hinterfragt und gestoppt.